Warum Social Media Guidelines in Unternehmen Sinn machen

Unternehmen im Web

Zu den Leitsätzen einer Social Media Guideline gehört es, den Mitarbeiter regelmäßig an seine Eigenverantwortung zu erinnern: Nur er ist für seine Äußerungen in sozialen Netzwerken verantwortlich. Diese soll er auch entsprechend kennzeichnen, damit sie nicht der Eindruck entsteht es sei der Unternehmensstandpunkt.

Soziale Netzwerke haben die Welt der Werbung wie kaum ein anderes Medium revolutioniert

smrIn der beruflichen Social-Media-Kommunikation sollten Mitarbeiter ihre realen Namen verwenden, um so Vertrauen in der Kommunikation mit Kunden und Geschäftspartnern zu schaffen – dazu zählt jedoch auch offener Umgang mit Fehlern. Anstatt Beiträge einfach zu löschen sollte man sich für Fehler entschuldigen und auch öffentlich korrigieren.

Bei der Regelung der privaten Nutzung von Social Media in Unternehmen sind die Mitarbeiter an ihre Loyalitäts- und Verschwiegenheitsverpflichtungen zu erinnern.

Eine große Gefahr ist auch die gedankenlose Preisgabe von Wissen oder Interna (speziell über soziale Netzwerke besteht die Gefahr des „Social Engineerings“) – denn ehe ein Mitarbeiter sich versieht, ist er in ein Gespräch über Betriebsgeheimnisse verstrickt. Halten Sie daher Ihre Mitarbeiter an, ihre Postings vor der Veröffentlichung nochmals dahingehend zu überprüfen.

Ein Unternehmen sollte auch festlegen, wer in seinem Namen auf den gewählten Social-Media-Kanälen kommunizieren darf. Die Guideline sollte die Zuständigkeiten für die offizielle Kommunikation definieren, wie z.B. die Ansprache der Adressaten („Du“ oder „Sie“).

Wird die Aufgabe der Pflege des Unternehmensprofils in sozialen Netzwerken einer externen Agentur anvertraut, sollten Sie darauf achten, das im Falle einer (nicht einvernehmlichen) Trennung, Zugriffsdaten nicht als Druckmittel gegen das Unternehmen missbraucht werden können. Treffen Sie bereits im Vorfeld klare Regelungen über den Verbleib der Zugriffsdaten. Keinesfalls sollten Passwörter nur einzelnen Personen zugänglich sein – auch die Unternehmensleitung sollte immer Zugriff darauf haben.